Informativ

Welches Salz verwende ich wofür?

Salz ist nicht gleich Salz. Natürliches Salz enthält neben Natriumchlorid weitere Mineralstoffe und Spurenelemente. Wir sollten es dennoch in gemäßigten Mengen zu uns nehmen.
Es wurde uns bereits in die Wiege gelegt, dass wir Salz als schmackhaft empfinden. Das Natriumchlorid, besser bekannt als Kochsalz, ist ein wichtiger Mineralstoff für unseren Körper. Es regelt unseren Wasserhaushalt sowie die Gewebespannung und ist obendrein die Grundlage für die Anregung von Nerven und Muskeln. Salz spielt auch eine wichtige Rolle bei unserem Knochenbau und auch bei der Verdauung geht es nicht ohne. Kurzum: Salz ist für unseren Körper elementar wichtig.
Wir können es nicht selbst bilden und müssen es deshalb tagtäglich mit der Nahrung aufnehmen. Pro Tag benötigen wir etwa 1,4 Gramm Kochsalz. Ernährungswissenschaftler empfehlen, nicht mehr als 5 – 6 Gramm Salz am Tag zu konsumieren. Genau hier liegt das Problem: Heutzutage befindet sich in den meisten Lebensmitteln wie Brot, Käse, Wurstwaren und insbesondere in Fertiggerichten viel Salz. Aus diesem Grund überschreiten die meisten Menschen in Deutschland den Bedarf an Salz um ein Vielfaches.

Was passiert wenn wir zu viel Salz zu uns nehmen

Nehmen wir zu viel Salz auf, wird es vor allem durch die Nieren ausgeschieden. Hiermit geht ein großer Wasserverlust einher. Durch zu viel Salz belasten wir also unsere Nieren. Auch der Blutdruck steht in Verbindung mit unserem Salzkonsum. Je mehr Salz im Körper ist, desto höher muss die Flüssigkeitsmenge sein. Sollten wir zu wenig trinken, kann der Wassermangel zu Gefäßverengungen führen und das lässt wiederum den Blutdruck steigen.

Welches Salz uns im Supermarkt angeboten wird

Wenn wir im Supermarkt vor den Salzregalen stehen, finden wir immer das Kochsalz. Es ist jenes reinweißes Salz, das auch Speisesalz genannt wird und sich in nahezu allen Fertigprodukten der Lebensmittelindustrie befindet. Das Kochsalz gehört nicht zu den naturbelassenen Salzen. Es wurde aufwändig industriell verarbeitet, gebleicht und bei hohen Temperaturen gesiedet. Es besteht nur noch aus Natriumchlorid.
Wir finden also eher Chemikalien als Mineralien vor. Statt der übrigen noch vorhandenen Mineralstoffe, die im naturbelassenen Salz enthalten sind, enthält Industriesalz eine Zusammensetzung aus Chemikalien. Dazu gehören Anti-Klumpmittel zum Beispiel Aluminium(hydr)oxid oder Fluorverbindungen. Diese führen unter anderem zu Schilddrüsenerkrankungen und Karies. Nun stellt sich für dich wahrscheinlich die Frage, ob wir auch ohne dieses Salz auskommen können. Wer möchte schon die genannten Erkrankungen riskieren?
Glücklicherweise leben wir nicht vom Salz allein. Somit war es ursprünglich nicht die Aufgabe des Salzes, uns mit lebenswichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen zu versorgen. Wenn wir zurück in die Steinzeit gehen, gab es viele Menschen, die weit vom Meer entfernt gelebt haben und sie konnten dennoch sehr gut überleben.
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Die Menschen in der Steinzeit aßen neben Fleisch, Früchten und Nüssen auch Wildpflanzen und Kräuter. Diese sind sehr reich an Mineralien und Spurenelementen. Ein reiner Wildpflanzensalat schmeckt auch ohne Salz überaus gut, denn der hohe Gehalt an natürlichen Mineralien sorgt für einen herzhaft-würzigen Geschmack. Heutzutage hat sich der Geschmack der Menschen sehr verändert. Statt Wildpflanzen landen mittlerweile genannte Salze auf dem Teller. Durch das Kochen von Gemüse schütten wir das mineralstoffhaltige Wasser weg und zurück bleiben kaum noch wertvolle Mineralien.
Die moderne Ernährung versorgt uns demnach nicht mit den nötigen Salzen und Mineralstoffen. Es stellt sich die Frage, welches Salz wir zu uns nehmen können ohne dabei Schadstoffe zu uns zu nehmen. Das naturbelassene Salz kann uns wunderbar aushelfen. Diese sind nur noch im Fachhandel erhältlich. Naturbelassene Meersalze, Kristallsalze oder Steinsalze verleihen unseren Speisen wieder Geschmack ohne gleichzeitig Chemikalien zu liefern.
Achte beim Kauf der zusatzstofffreien Natursalze auf Qualität, denn nicht jedes Meersalz ist ein hochwertiges schadstofffreies und unverarbeitetes reines Meersalz.

Kleiner Tipp:

Fleur de Sel, übersetzt die „Blume des Salzes“ ist das kostbarste und teuerste Meersalz. Es ist ausschließlich handverarbeitet. . In kleinen natürlichen Salzbecken an der Küste lassen Sonne und Winde das Wasser verdunsten. Übrig bleibt das Salz an der Oberfläche. Das Fleur de Sel zeichnet sich durch einen relativ hohen Anteil an Calcium und Magnesium aus. Dies verleiht ihm den besonderen Geschmack.
Verwende Fleur de Sel nicht zum Kochen, sondern nur für frische Speisen oder zum Nachsalzen.

Mein Lieblings-Fleur de Sel ist Sal de Ibiza. Es gefällt mir vom Geschmack her am besten und man bekommt es schon in sehr vielen Geschäften mit gehobenem Lebensmittelangebot.

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