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Die Paleo-Ernährung und warum sie funktioniert

Paleo steht für Paläolithikum, die Altsteinzeit. Dementsprechend ist die Idee hinter der Paleo-Ernährung, sich wie die Steinzeitmenschen zu ernähren. Das bedeutet nicht, dass wir nur alle drei bis vier Tage Berge von Fleisch vertilgen müssen. Vielmehr geht es um die möglichst naturbelassene Nahrung, kein Getreide, keine Hülsenfrüchte oder Michprodukte.

Die Befürworter der Steinzeiternährung sind der festen Überzeugung, dass die Menschen heute nicht mehr „artgerecht“ essen. Unser Verdauungstrakt sei noch auf die Paleo-Ernährung programmiert. Dabei geht es um naturbelassene Nahrungsmittel, die Jäger und Sammler damals zur Verfügung hatten.

Grundsätzlich stehen folgende wertvollen Lebensmittel auf dem Speiseplan der Steinzeiternährung, die unsere Natur zu bieten hat:

  • Fleisch und Fisch
  • Eier
  • Salat
  • Nüsse
  • (tierisches) Fett
  • Obst und Gemüse

Die Regeln der Paleo-Ernährung lauten:

  • kein Getreide
  • kein Zucker
  • kein Pflanzenfett
  • keine Fertiggerichte
  • Obst nur in begrenzten Mengen
  • Keine Milchprodukte

Das Fettsäureverhältnis muss beachtet werden, indem weniger Omega-6-Fettsäuren und mehr Omega-3-Fettsäuren konsumiert werden, denn diese verhindern Entzündungen und Insulinresistenz.

Wie die Paleo-Ernährung funktioniert

Ich empfehle dir einen schrittweisen Einstieg in die Steinzeiternährung. Wenn du möchtest, kannst du dir einen bestimmten Zeitraum vornehmen, in der du nach den Grundsätzen der Paleo-Ernährung lebst.

Einer der ersten Menschen, der die Ernährungsform in Deutschland bekannt gemacht hat, ist Nico Richter. Der bekannte Autor empfiehlt eine Testphase von 30 Tagen. Was heute standardmäßig auf den Teller kommt, wird in diesem Zeitraum aus der Küche verbannt. Brot, Nudeln, Hartweizen-Produkte, Zucker, raffinierte Pflanzenöle, verarbeitete Lebensmittel (dazu zählt auch verarbeitete Wurst) und Kaffee, Alkohol und Tabak sind tabu. Die ideale Paleo-Mahlzeit enthält viel Gemüse, Proteine wie Ei, Fisch und Fleisch sowie ausreichend Fett und gegebenenfalls etwas Obst.

Somit startest du beispielsweise mit einem Obstsalat und Rührei in den Tag. Mittags bereitest du dir mit Hackfleisch gefüllte Paprika zu und am Abend gibt es Fisch mit Gemüse. Als Snacks darfst du dir problemlos Obst oder Nüsse gönnen.

Äußerst wichtig ist, dass dein Fleisch qualitativ hochwertig ist, denn Massentierhaltung geht gar nicht!

Was dir die Paleo-Diät bringt

Zwar steht hier die Gesundheit im Fokus doch da Zucker und Getreide und damit auch Weißmehl von deinem Speiseplan gestrichen sind, ist eine Gewichtsabnahme sehr wahrscheinlich. Hinzu kommt der hohe Eiweißanteil, der den Stoffwechsel bzw. die Fettverbrennung noch mehr anregt. Viel Gemüse, Obst, Nüsse, Samen und Pilze sind aus ernährungswissenschaftlicher Sicht gesund. Automatisch führt die Paleo-Ernährung zu einem bewussteren Umgang mit Lebensmitteln, denn schließlich beschäftigst du dich jetzt sehr viel mit dem Thema Speisen als zuvor.

Gesundheitliche Risiken hast du bei der Steinzeiternährung nicht zu befürchten, sofern du nicht zu viel Fleisch isst. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich im Körper vermehrt Harnsäure bildet. Das führt wiederum langfristig gesehen zu Nierensteinen oder Gicht. Hierzu muss noch erwähnt werden, dass die Menschen damals viel aktiver waren als wir heute und selten das Alter von 40 überschritten.

Mein Fazit

Wenn du tatsächlich abnehmen möchtest, bist du mit der Paleo-Ernährung bestens bedient. Hierbei tust du deiner Gesundheit sehr gut, denn viele Proteine und Omega-3-Fettsäuren geben Energie und senken das Entzündungsrisiko.

Entdecke unsere leckeren Rezepte und überzeuge dich selbst von der Vielfalt der Paleo-Mahlzeiten.

Mein Buchtipp

Der renommierte amerikanische Wissenschaftler Loren Cordain veröffentlichte im Jahr 2002 unter dem Originaltitel „The Paleo Diet“ die Erkenntnisse aus seiner intensiven Forschung und Praxis zur Paleo-Ernährung.

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